Christoph Bals

Germanwatch

Mit diesen Empfehlungen hält die Regierung einen großen Hebel in der Hand, die eigene Wirtschaft treibhausgasneutral und zukunftsorientiert auszurichten. Risikoarme und nachhaltige Investitionsentscheidungen erfordern Transparenz, Vergleichbarkeit und entsprechende Prüfung. Momentan jedoch verordnen die Rahmensetzungen dem Finanzsystem Kurzsichtigkeit. Die Folge ist die sogenannte “Tragödie des kurzfristigen Horizonts”: mittel- und langfristige Auswirkungen der Klimakrise und fossile Fehlinvestitionen werden nicht berücksichtigt. Mit Szenarioanalysen und Stresstests für Unternehmen kann der Finanzmarkt Risiken frühzeitig erkennen und die eigene langfristige Stabilität stützen. Ergänzend zu zukunftsorientierter Berichterstattung müssen angepasste Sorgfaltspflichten der Unternehmen und Wirtschaftsprüfer*innen dafür sorgen, dass nicht nur berichtet, sondern auch umgesetzt wird. Dies gilt es kohärent zum kommenden EU-Rechtsrahmen zu Nachhaltigkeit und Berichterstattung auszugestalten.

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